Tiroler vertrauen bei Blackout auf Staat
Mit der Zunahme von Extremwetterereignissen steigt die Gefahr eines Ausfalls der Stromversorgung. Laut einer aktuellen Umfrage vertraut die Mehrheit der Tirolerinnen und Tiroler darauf, dass der Staat für einen Blackout ausreichend vorgesorgt hat.
Ein Blackout ist ein großflächiger, längerfristiger Stromausfall, der durch Naturkatastrophen, technisches oder menschliches Versagen oder gezielte Angriffe auf die Energieversorgung ausgelöst werden kann. Die internationale Vernetzung und wechselseitige Abhängigkeit der Stromkonzerne und Netzbetreiber erhöhen die Gefahr eines solchen Ereignisses.
Laut der Onlne-Befragung von Ernst & Young (1000 Befragte) schätzen 33 Prozent der Österreicher das Risiko eines Blackouts in den kommenden zwei Jahren als sehr gering ein. Knappe fünf Prozent der Bevölkerung halten das Risiko sogar für nicht existent. In Tirol glauben 91,8 Prozent, dass ein Stromausfall nicht länger als 24 Stunden dauert. 45 Prozent vertrauen dabei auf die staatliche Vorsorge.
An Medikamentenvorrat denken nur wenige
77,6 Prozent der Tirolerinnen und Tiroler haben sich bereits auf einen Blackout vorbereitet, etwas weniger als der österreichische Durchschnitt von 79,5 Prozent. Beliebte Vorsorgemaßnahmen sind Ersatzbeleuchtung (57,6 Prozent), Lebensmittelvorräte (44,7 Prozent) und Getränke (37,6 Prozent). Nur 40 Prozent haben einen Medikamentenvorrat, und 41,2 Prozent setzen auf externe Akkus oder Powerbanks. Dabei zeigt sich, dass viele Menschen an die Grundversorgung denken, jedoch weniger an spezielle Bedürfnisse wie Medikamente oder Tierbedarf.
In Tirol gab es in den vergangenen Jahren vor allem kurzfristige, wetterbedingte Stromausfälle, beispielsweise durch umgestürzte Bäume auf Strommasten bei Forstarbeiten oder Schneefälle im Winter. Doch auch wenn ein Blackout bislang nur ein theoretisches Szenario ist, bereitet sich das Land Tirol aktiv darauf vor.
Private Vorsorge ist wichtig
Elmar Rizzoli, Leiter des Tiroler Krisen- und Katastrophenmanagements, betont die Wichtigkeit privater Vorsorge. Der Staat könne nicht überall helfen, deshalb sei eine gute Haushaltsbevorratung essenziell – nicht nur mit Lebensmitteln, sondern auch mit Hygieneartikeln, Medikamenten und Tierbedarf.
Ein Blackout hätte gravierende Auswirkungen auf Infrastruktur und Gesellschaft. Kritische Einrichtungen wie Krankenhäuser sind zumindest für wenige Tage abgesichert, doch der öffentliche Verkehr würde zum Erliegen kommen. Züge könnten nicht mehr fahren, und am Ende eines Tages ohne Strom käme auch der Busverkehr zum Stillstand. Daher sei es wichtig, dass jede und jeder Verantwortung übernimmt und vorbereitet ist.
"Wichtig ist, dass es eine Haushaltsbevorratung gibt, dass man nicht nur klassisch an Lebensmittel denkt, sondern dass man an Toilettenartikel denkt, an Medikamente und natürlich auch an die Versorgung der Haustiere", sagt Elmar Rizzoli. Ein gemeinsames Mitwirken der Bevölkerung und des Staates sei der Schlüssel, um ein solches Szenario erfolgreich zu bewältigen.
Quelle: tirol.orf.at
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